Please use this identifier to cite or link to this item: https://hdl.handle.net/10216/146633
Author(s): Riccardi, Mattia
Title: Nachweis aus Alfons Bilharz, der heliocentrische Standpunct der Weltbetrachtung (1879)
Issue Date: 2022-12-02
Description: DE: Die 'Möglichkeit einer äußeren Einwirkung, das Bedingt-werden-können" setzt gerade nicht 'Freiheit" sondern 'Bedingtheit" voraus. Zwei unbedingte Dinge können nicht aufeinander wirken. Vgl. Alfons Bilharz, Der heliocentrische Standpunct der Weltbetrachtung. Grundlegungen zu einer wirklichen Naturphilosophie, Stuttgart 1879, S. 217: Die Causalität reicht nicht an das Sein selbst. Es bedarf nur geringen Nachdenkens, um einzusehen, dass das Bestimmtwerden-Können, oder die Möglichkeit einer äusseren Einwirkung ein unbedingtes Sein, also Freiheit, voraussetze. Auch die Notiz 2[57], KSA 9.43, lässt sich als kritische Bemerkung zu Bilharz' Freiheitsauffassung lesen.[1] Möglicherweise gilt dies auch für die Notiz 2[49], KSA 9.41, die sich - genauso kritisch - mit der Implikation 'Moralität, wenn nothwendig Verantwortlichkeit" beschäftigt. Vgl. Alfons Bilharz, Der heliocentrische Standpunct der Weltbetrachtung. Grundlegungen zu einer wirklichen Naturphilosophie, Stuttgart 1879, S. 215: Der Einsicht, dass Moralität Freiheit nothwendig voraussetze, dass Verantwortlichkeit ohne Freiheit undenkbar sei, hat sich wohl niemals eine Moralphilosophie entziehen können.
DOI: 10.1515/nietzstu-2022-3018
URI: https://hdl.handle.net/10216/146633
Document Type: Artigo em Revista Científica Internacional
Rights: openAccess
Appears in Collections:FLUP - Artigo em Revista Científica Internacional

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